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Onegin

VenuePrager Nationaltheater
CalendarSa. 14 Nov. 2026 - Sa. 19 Juni 2027
Inhalt / Details

 

 

Die Produktion, die am Nationaltheater Premiere feiert, verlangt von den Darstellern ausdrucksstarkes Schauspiel, brillante Tanztechnik und ein tiefes Gespür für die vielfältige emotionale Darstellung der einzelnen Charaktere.

Crankos Onegin, das am Nationaltheater aufgeführt wird, erfordert von den Tänzern ausdrucksstarkes Spiel, brillante Technik und ein tiefes Verständnis für die Vermittlung der Emotionen und Gefühle der Figuren. Alexander Puschkins Versroman Eugen Onegin, ein Klassiker der russischen Literatur, genießt weltweite Bekanntheit und Popularität. Er erzählt die Geschichte der unglücklichen Liebe zwischen Onegin, einem St. Petersburger Dandy, und Tatjana, der schüchternen Tochter eines Landbesitzers. Cranko schuf seine Version für das Stuttgarter Ballett, das 1965 mit Márcia Haydée und Ray Barra in den Hauptrollen uraufgeführt wurde. Puschkins Figuren erschienen erstmals auf der Bühne dank Pjotr Iljitsch Tschaikowski, der seine Oper Eugen Onegin aus dem Jahr 1878 auf dem Roman basierte. Cranko jedoch setzte sein Ballett zu einer Zusammenstellung anderer Tschaikowski-Stücke, arrangiert von Kurt-Heinz Stolze, in Szene.

Als Schatz des weltweiten Ballettrepertoires gehört Crankos Onegin zum festen Bestandteil der Spielpläne von Theatern auf der ganzen Welt. Das Gesamtkonzept der Inszenierung erzeugt die Atmosphäre von Puschkins Roman, wobei die Kostüme von Elisabeth Dalton die romantische Handschrift unterstreichen.

Die Solisten und das Corps de Ballet des Tschechischen Nationalballetts
Orchester des Nationaltheaters

Foto der visuellen Gestaltung: Younsik Kim

WARNUNG: Während der Vorstellung sind Schüsse zu hören.
Geeignet für Zuschauer ab 12 Jahren.

 

Handlung
Erster Akt

1. Bild (Veranda vor dem Landsitz der Larins): Die Gutsbesitzerwitwe Larina und die Amme Filipjewna sind mit Hausarbeiten beschäftigt und lauschen dem Gesang von Larinas Töchtern, der verträumten Tatjana und der lebenslustigen Olga. Larina entsinnt sich der Träume ihrer eigenen Jugend und der Ernüchterung durch die Realität einer leidenschaftslosen Vernunftehe. Eine Gruppe Bauern kommt singend von der Ernte zurück und bringt Larina ein Dankgeschenk. Tatjana ist gerührt vom Gesang der Bauern, doch Olga macht sich lustig über ihre Sentimentalität. Dann erscheint Olgas Verlobter, der dichtende Gutsnachbar Lenski. Er bringt einen Gast mit, den neu zugezogenen dandy-haften Nachbarn Onegin.

2. Bild (Tatjanas Zimmer): Die Begegnung mit dem weltmännischen Großstadtmenschen Onegin hat Tatjana tief beeindruckt. Schlaflos bittet sie die beunruhigte Amme Filipjewna aus ihrem Leben und von ihrer ersten Liebe zu erzählen. Doch anstatt von Leidenschaft und Liebe weiß diese nur von ihrer frühen Zwangsheirat zu berichten. Daraufhin entschließt Tatjana sich, Onegin einen Brief zu schreiben, in dem sie ihm ihre Liebe gesteht (Briefszene: und wär's mein Untergang). Am nächsten Morgen bittet sie Filipjewna, ihren Sohn mit dem Brief zu Onegin zu schicken.

3. Bild (Entlegener Garten im Anwesen der Larins): Bange wartet Tatjana auf Onegin. Dieser erscheint schließlich. Er fühle sich zwar durch Tatjanas Vertrauen geehrt, gibt ihr aber zu verstehen, dass er sich wegen seines unsteten Wesens nicht für eine Ehe eigne. Tief enttäuscht sieht Tatjana ihre Träume zerstört.
 

Zweiter Akt

1. Bild (Festsaal im Hause Larin): Es wird Tatjanas Namenstag gefeiert. Die Gäste freuen sich über die Abwechslung im ansonsten eintönigen russischen Landleben. Onegin tanzt mit Tatjana und bekommt den Tratsch der Gäste über ihn mit. Verärgert gibt Onegin Lenski die Schuld, dass dieser ihn zum Besuch des Festes mitgenommen hat und beschließt, aus Rache Olga ein wenig den Hof zu machen. Er fordert sie mehrfach zum Tanz auf, worauf sie kokett eingeht. Als Lenski ihr deswegen Vorhaltungen macht, macht sie sich nur lustig über ihn und bestraft seine Eifersucht, indem sie weiter mit Onegin tanzt. Bevor die Situation eskaliert, gibt der Franzose Triquet ein kleines Ständchen zu Ehren Tatjanas zum Besten. Als Onegin Lenski nach dem Grund für seine schlechte Stimmung fragt, macht dieser ihm schwere Vorwürfe. Der Streit eskaliert schließlich: Lenski fordert Onegin zum Duell heraus.

2. Bild (Auf einem Feld im Morgengrauen): Lenski wartet mit seinem Sekundanten Saretzki auf Onegin. Voller düsterer Vorahnung blickt er auf sein Leben zurück (Arie: Wohin, wohin seid ihr entschwunden). Verspätet erscheint Onegin. Als Saretzki ihn nach seinen Sekundanten fragt, stellt Onegin seinen eigentlich nicht standesgemäßen Kammerdiener Guillot vor. Trotzdem drängt Lenski auf die Fortsetzung des Duells. Noch einmal erinnern sich die beiden ihrer alten Freundschaft, doch sie sind zur Versöhnung unfähig. Onegin trifft Lenski tödlich.
 

Dritter Akt

1. Bild (Ballsaal im Hause des Fürsten Gremin in St. Petersburg): Jahre später kehrt Onegin nach rastlosen Reisen im Ausland nach Russland zurück. Auch ein Ball im Hause des Fürsten Gremin kann nicht seine innere Leere, Rastlosigkeit und Schuldgefühle zerstreuen. Da tritt die elegante Gattin des Fürsten auf. Onegin ist erstaunt und beeindruckt: es ist Tatjana. Der ahnungslose Fürst stellt sie ihm vor und schildert sein Glück mit seiner erheblich jüngeren Gattin. In Onegin entflammt nun die Leidenschaft für die gereifte Tatjana.

2. Bild (Empfangszimmer im Hause Gremin): Tatjana erscheint mit einem Brief Onegins. Ängstlich sieht sie sich mit den Geistern der Vergangenheit konfrontiert. Onegin erscheint schließlich und bestürmt sie. Tatjana erinnert ihn daran, wie er sie einst zurückgewiesen hat, und fragt, ob es nicht in Wirklichkeit ihre neue gesellschaftliche Stellung sei, die Onegins Leidenschaft geweckt habe. Onegin zeigt sich beschämt und versichert, dass er es ehrlich meine, und bekräftigt seine leidenschaftlichen Gefühle. Auch Tatjana rutscht das Geständnis heraus, dass sie ihn noch liebt. Onegin bedrängt sie, mit ihm zu fliehen, doch sie gibt ihm zu verstehen, dass sie ihrem Gatten treu bleiben will. Alle Bemühungen Onegins, Tatjana umzustimmen, sind vergebens. Sie reißt sich von ihm los und lässt ihn verzweifelt zurück.

Ungefähre Dauer: 2 Stunden 10 Minuten, 2 Pausen (je 20 Minuten)

Premiere: 20. Februar 2020

 

Das Tschechische Nationalballett hat Onegin, ein wahres Juwel unter den Handlungsballetten, choreografiert von John Cranko, einer bedeutenden Tanzpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts und einem herausragenden Geschichtenerzähler, erneut in sein Repertoire aufgenommen. Das Werk ist eine weitere Ergänzung zu den einflussreichen Stücken des Künstlers, die die Kompanie in den letzten Jahren aufgeführt hat (Schwanensee, Romeo und Julia).

Besetzung

Kreatives Team

Choreografie: John Cranko
Musik: Kurt-Heinz Stolze; nach Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Bühnenbild und Kostüme: Elisabeth Dalton
Lichtdesign und visuelle Leitung: Steen Bjarke
Kostümleitung: Diana Eckmann
Inszenierung: Jane Bourne, Filip Barankiewicz
Künstlerische Leitung: Reid Anderson
Musikalische Einstudierung: Václav Zahradník

Veranstaltungsort
Prager Nationaltheater

Das historische Gebäude des National Theaters, 1883 errichtet, ist allgemein als eine erstklassige Bühne in der Tschechischen Republik angesehen. Zur Institution des Nationaltheaters gehören heute fünf Gebäuden und vier umfassenden Unternehmer. Sie können da die Opern-,  Drama- und Ballettaufführungen sehen.

Das Nationaltheater ist der Innbegriff des Willens der tschechischen Nation für nationale Identität und Unabhängigkeit. Die Geldsammlungen durch die breite Masse der Bevölkerung erleichterten seinen Bau und daher die zeremonielle Legung des Gründungssteines am 16 Mai 1868 war gleichbedeutend wie eine nationalweite politische Manifestation.

 

Praktische Informationen

 

Wo kann man Tickets kaufen
Beim Onlinekauf erhalten Sie ein E-Ticket, das nicht ausgedruckt werden muss – Sie können es beim Einlass einfach auf Ihrem Gerät vorzeigen. Wenn verfügbar, können Sie auch gedruckte Tickets an den Kassen des Nationaltheaters abholen, und alle Tickets, die direkt an der Kasse gekauft werden, werden in physischer Form ausgegeben.
Das Nationaltheater verkauft Tickets bis zu 6 Monate im Voraus.
Der Verkauf beginnt immer am 1. Tag des Monats um 9 Uhr, außer im Januar, wenn der Vorverkauf aufgrund eines Feiertags erst am 2. Tag beginnt.

 

Wann öffnen die Türen vor der Vorstellung?
Das Nationaltheater, die Staatsoper und das Ständetheater öffnen 45 Minuten vor Beginn der Vorstellung unter Berücksichtigung erhöhter Hygienemaßnahmen. Die Abendkassen öffnen zur gleichen Zeit.
Die Hauptkasse an der Neuen Bühne ist an Spieltagen bis zum Beginn der Vorstellung geöffnet. Das Auditorium der Neuen Bühne öffnet 30 Minuten vor der Vorstellung.

 

Welche Kleidung ist für den Theaterbesuch geeignet?
Kleiderordnungen gelten nur für besondere Veranstaltungen. Durch ihr Erscheinungsbild zeigen die Besucher, dass sie sich der festlichen Gelegenheit im Theater bewusst sind. Personen mit stark verschmutzter Kleidung oder Personen, deren Verhalten die Sicherheit anderer Besucher gefährden könnte, dürfen die Räumlichkeiten nicht betreten oder können von ihnen verwiesen werden.

 

Wo kann ich parken?
Beim Besuch des Nationaltheaters und der Neuen Bühne können Sie den unterirdischen Parkplatz des Nationaltheaters (Zugang von der Ostrovní-Straße) nutzen. Bitte beachten Sie, dass das Parken gebührenpflichtig ist.
Nur bargeldlose Zahlung: Die Parkgebühren können ausschließlich per bargeldloser Zahlungskarte oder einem anderen virtuellen Gerät (Uhr oder Handy) bezahlt werden. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

 

Buffets in der Staatsoper
Kein Anstehen. Bitte bestellen Sie Speisen und Getränke am Barbereich vorab, um Wartezeiten zu minimieren.

 

Barrierefreiheit für Personen mit Behinderung
Alle Spielstätten des Nationaltheaters sind für Personen mit Behinderung zugänglich, mit speziellen Plätzen im Zuschauerraum. Es wird jedoch empfohlen, jeden Besuch im Voraus mit der Verkaufsabteilung des Nationaltheaters abzustimmen.

 

Kann ich ein Autogramm eines Künstlers bekommen? Kann ich ihnen Blumen übergeben?
Das Nationaltheater stellt keine Künstlerautogramme oder Kontakte zu den Künstlern zur Verfügung. Blumen für die Künstler können vor Beginn der Vorstellung beim Theaterpersonal abgegeben werden.

 

 

Geschichte

Die Idee, in Prag ein unabhängiges tschechisches Theater zu errichten, entstand bereits 1844, worauf František Palacký am 29. Januar 1845 im Regionalparlament einen entsprechenden Antrag vorlegte, der positiv beschieden wurde. Der erste öffentliche Spendenaufruf des Vereins für die Errichtung eines Tschechischen Nationaltheaters in Prag kam dann aber erst sechs Jahre später, im April 1851. Zunächst wurde ein provisorisches Theater, das 1862 eröffnete Tschechische Interimstheater (České Prozatímní Divadlo), realisiert, bevor Mitglieder des Vereins um Karel Sladkovský, Tyrš, Neruda und Hálek 1865 den Architekten Josef Zítek aufforderten, einen Entwurf einzureichen, der die Ausschreibung dann auch gewann.

 

Straßenbahn 

Tagsüber mit Straßenbahn Linien Nr. 6, 9, 18 und 22 und in der Nacht mit Straßenbahnen Nr. 53, 57, 58, 59 bis zur Haltestelle "Národní divadlo" - vor dem historischen Gebäude Nationaltheater;

Metro 

Bis zur Station "Mustek", Linie B (gelb), und dann zu Fuß auf der Národní Straße; oder bis zur Station  “Karlovo náměstí”  und dann zwei Stationen mit der Straßenbahn Nr. 6, 18 oder 22 bis zur Haltestelle "Národní divadlo". Bis zur Station "Staroměstská" Linie A (grün), und dann zwei Stationen mit der Straßenbahn Nr. 17 bis zur Haltestelle "Národní divadlo".

 

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