Madama Butterfly

Der amerikanische Offizier Pinkerton geht in Japan eine Ehe mit der blutjungen Cio-Cio-San ein, ihr ist es ernst, ihm dient der junge Schmetterling nur als Zeitvertreib. Als sie dies nach langem Warten begreift, ist die Tragödie besiegelt...

1. Akt

In der Nähe von Nagasaki besichtigt der Leutnant der amerikanischen Marine Pinkerton ein Häuschen, das er von dessen Eigentümer Goro mieten will. Hier will er seine Flitterwochen mit der japanischen Geisha Cio-cio-San verbringen, mit jenem Mädchen, das er mit einem Schmetterling vergleicht und das er nach der damals tolerierten Sitte in temporärer Ehe zur Gattin zu nehmen gedenkt. Was Suzuki, Butterflys Dienerin, und Goro ihm von seiner Braut erzählen, kann seinen Leichtsinn nicht ändern, ebensowenig das Mitleid, das der amerikanische Konsul Sharpless zum Ausdruck bringt. Sie stoßen miteinander an, aber der Toast Pinkertons gilt Amerika und allem, was ihn an Amerika bindet.
Cio-cio-San erscheint, begleitet von ihren Freundinnen. Während die Hochzeitszeremonie vorbereitet wird, erzählt sie von ihrem Leben, ihrer Familie. Die Familie verarmte durch den Selbstmord ihres Vaters. Sie erzählt Pinkerton auch davon, dass sie seinen Glauben angenommen hat.
Dieses Zeichen der Liebe führt sofort nach der Zeremonie zu einem Zwischenfall: Ihr Onkel, ein buddhistischer Priester, kommt, um sie wegen ihres Abfalls vom Glauben zu verfluchen. Doch mehr als das würde Butterfly opfern, um ihrem Gemahl gefällig zu sein. Und im Zauber der hereinbrechenden Nacht fühlt auch der Fremde für Augenblicke die Größe des Herzens, das ihm entgegenschlägt.

2. Akt
Drei Jahre wartet Cio-cio-San bereits auf ihren Gatten, dem sie ein Söhnchen geboren hat. Pinkerton hat ihr vor seiner Abreise versprochen, zurückzukommen. In Gedanken sieht sie sein Schiff, aber auch die Gebete Suzukis, ihrer Dienerin, vermögen den Ersehnten nicht herbeizubringen. Sharpless tritt ein; aber seine Mission geht über seine Kraft: Er soll Cio-cio-San mitteilen, dass Pinkerton in Amerika geheiratet habe, dass die Geisha wieder frei sei. Cio-cio-San lässt den Konsul kaum lesen, was in Pinkertons Brief steht, außer sich vor Freude, endlich etwas von ihrem Geliebten zu hören, bestürmt sie ihn mit Fragen. Goro hat von der Heirat Pinkertons erfahren und bringt den reichen Yamadori als Freier mit. In der Meinung, Sharpless habe Butterfly bereits unterrichtet, unterbreiten sie ihren Vorschlag und werden von der Ahnungslosen entrüstet zurückgewiesen. Goro hat aber eine Neuigkeit: Pinkertons Schiff werde im Hafen erwartet. Butterflys Freude ist so groß, dass Sharpless noch immer nicht den Mut findet, ihr die Wahrheit zu sagen. Sein Rat, Yamadori zu heiraten, findet nur Unverständnis. Sieht er denn nicht, dass sie und Pinkerton zusammengehören, sieht er es nicht in den Augen ihres Kindes? In ihrem geschmückten Haus wartet Butterfly mit ihrer Dienerin eine Nacht lang, eine letzte Nacht noch, auf ihren Gatten.

3. Akt
Erst gegen Morgen ist Cio-cio-San vom Schlaf überwältigt worden. Als Pinkerton in Begleitung des Konsuls kommt, wird er von Suzuki empfangen. Ihre Schilderung von Butterflys Treue greift ihm ans Herz. Doch Suzuki muss sehen, dass das Verhängnis nicht mehr aufzuhalten ist: Im Garten erblickt sie die Gattin Pinkertons, die Frau, die er aus Amerika mitgebracht hat. Von Reue gepackt flieht Pinkerton, Kate und der Konsul sind erschüttert. Madame Butterfly erfasst mit einem Blick die Situation. Ihre freudige Erregung weicht einer beängstigenden Ruhe: Sie gibt dem Drängen nach, ihr Kind dem Vater zu übergeben, er selbst möge es in kurzer Zeit abholen. Allein geblieben nimmt Butterfly Abschied von ihrem Kind. Dann tötet sie sich nach der Sitte ihrer Väter. "Ehrenvoll zu sterben, wer nicht länger in Ehren leben kann."

Programm und Besetzung

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August 2019
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Prager Nationaltheater

Das historische Gebäude des National Theaters, 1883 errichtet, ist allgemein als eine erstklassige Bühne in der Tschechischen Republik angesehen. Zur Institution des Nationaltheaters gehören heute fünf Gebäuden und vier umfassenden Unternehmer. Sie können da die Opern-,  Drama- und Ballettaufführungen sehen.

Das Nationaltheater ist der Innbegriff des Willens der tschechischen Nation für nationale Identität und Unabhängigkeit. Die Geldsammlungen durch die breite Masse der Bevölkerung erleichterten seinen Bau und daher die zeremonielle Legung des Gründungssteines am 16 Mai 1868 war gleichbedeutend wie eine nationalweite politische Manifestation.

 

Geschichte

Die Idee, in Prag ein unabhängiges tschechisches Theater zu errichten, entstand bereits 1844, worauf František Palacký am 29. Januar 1845 im Regionalparlament einen entsprechenden Antrag vorlegte, der positiv beschieden wurde. Der erste öffentliche Spendenaufruf des Vereins für die Errichtung eines Tschechischen Nationaltheaters in Prag kam dann aber erst sechs Jahre später, im April 1851. Zunächst wurde ein provisorisches Theater, das 1862 eröffnete Tschechische Interimstheater (České Prozatímní Divadlo), realisiert, bevor Mitglieder des Vereins um Karel Sladkovský, Tyrš, Neruda und Hálek 1865 den Architekten Josef Zítek aufforderten, einen Entwurf einzureichen, der die Ausschreibung dann auch gewann.

 

Anreise

Auto 

Zum Zentrum der Stadt (Altstadt), nähern Sie sich dem Masarykovo nábřeží (Masaryk Damm) an,  an der Kreuzung vor dem Nationaltheater biegen Sie rechts zur Divadelni Straße und dann wieder rechts zur Ostrovní Straße zum Nationaltheaters Parkplatz.

Straßenbahn 

Tagsüber mit Straßenbahn Linien Nr. 6, 9, 18 und 22 und in der Nacht mit Straßenbahnen Nr. 53, 57, 58, 59 bis zur Haltestelle "Národní divadlo" - vor dem historischen Gebäude Nationaltheater;

Metro 

Bis zur Station "Mustek", Linie B (gelb), und dann zu Fuß auf der Národní Straße; oder bis zur Station  “Karlovo náměstí”  und dann zwei Stationen mit der Straßenbahn Nr. 6, 18 oder 22 bis zur Haltestelle "Národní divadlo". Bis zur Station "Staroměstská" Linie A (grün), und dann zwei Stationen mit der Straßenbahn Nr. 17 bis zur Haltestelle "Národní divadlo".

 

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